Vom 18. bis 23. Oktober 2026 fand im Ökologischen Schullandheim Spohns Haus in Gersheim eine spannende deutsch-polnische Projektwoche statt. Unter dem Motto „Mikroplastik und Gewässeranalyse“ beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klasse unserer Galileo-Schule gemeinsam mit ihren Austauschpartnern der Szkoła Podstawowa Nr 4 im. Jana Pawła II aus Łańcut mit aktuellen Umweltfragen.
Nach der Anreise der polnischen Gäste am Sonntag stand der Montag zunächst ganz im Zeichen des Kennenlernens. Die Gäste wurden an unserer Galileo-Schule herzlich begrüßt und erhielten bei einer Schulführung Einblicke in unseren Schulalltag. Anschließend ging es gemeinsam nach Gersheim, wo die Gruppe für die kommenden Tage in Spohns Haus untergebracht war.
Mikroplastik auf der Spur 🔬🌱
Im Mittelpunkt der Projektwoche stand die Frage, wie Mikroplastik in unsere Gewässer gelangt, welche Auswirkungen es auf die Umwelt hat und wie es nachgewiesen werden kann.
Nach einer Einführung in das Thema planten die Jugendlichen den Bau eines sogenannten Manta-Trawlers. Dabei handelt es sich um ein spezielles Gerät, mit dem Mikroplastikpartikel aus der Wasseroberfläche gefiltert und anschließend untersucht werden können.
In zwei Gruppen arbeiteten die Schülerinnen und Schüler an unterschiedlichen Schwerpunkten. Während eine Gruppe am MINT-Campus Alte Schmelz e. V. in St. Ingbert verschiedene Wasseranalysen durchführte, beschäftigte sich die andere mit dem Bau des Manta-Trawlers. Im Labor wurden unter anderem verschiedene Ionen nachgewiesen und die Gesamthärte des Wassers bestimmt.
Auch in Spohns Haus wurde fleißig experimentiert: Die Jugendlichen untersuchten Mikroplastik aus Kleidung und Kosmetika, beschäftigten sich mit Mikroplastik in der Kläranlage und erforschten, wie Boden unterschiedliche Partikel filtern kann.
Ein weiterer Höhepunkt war die praktische Untersuchung der Blies. In der Nähe des Pallmann-Kunststoffwerks entnahmen die Jugendlichen mithilfe des selbst gebauten Manta-Trawlers Wasserproben, um diese auf Mikroplastik zu untersuchen und ihre Ergebnisse zu dokumentieren.
Gemeinsam unterwegs: Luxemburg, Schengen und die Saarschleife 🇪🇺
Neben der naturwissenschaftlichen Arbeit durfte auch das gemeinsame Entdecken nicht fehlen. Ein Ausflug führte die deutsch-polnische Gruppe nach Luxemburg, Schengen und an die Saarschleife.
Dabei konnten die Jugendlichen die Region über die Landesgrenzen hinaus kennenlernen und gemeinsam neue Eindrücke sammeln. Besonders der Besuch in Schengen, einem symbolträchtigen Ort der europäischen Zusammenarbeit, passte zum Gedanken des internationalen Austauschs. Auch die beeindruckende Landschaft rund um die Saarschleife bot eine schöne Gelegenheit, die Region zu entdecken.
Am letzten Projekttag dokumentierten die Jugendlichen ihre Ergebnisse auf Postern und entwickelten eigene Lösungsvorschläge zum Schutz unserer Gewässer. Eine gemeinsame Abschlusspräsentation rundete die ereignisreiche Woche ab.
Mehr als ein Umweltprojekt ❤️
Doch nicht nur das Forschen stand im Mittelpunkt. Auch das gegenseitige Kennenlernen, der kulturelle Austausch und das gemeinsame Erleben spielten eine wichtige Rolle. Bei gemeinsamen Mahlzeiten, Spielen und Freizeitaktivitäten konnten die Jugendlichen neue Kontakte knüpfen, ihre Sprachkenntnisse anwenden und Freundschaften über Ländergrenzen hinweg schließen.
Die Projektwoche zeigte eindrucksvoll, wie sich naturwissenschaftliches Lernen, Umweltbewusstsein und internationale Begegnungen miteinander verbinden lassen.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Beteiligten und Organisatoren sowie Spohns Haus, dem MINT-Campus Alte Schmelz e. V. und unseren weiteren Projektpartnern für die Unterstützung.
Gefördert wurde das Projekt durch das Programm „Experiment Austausch“ des Deutsch-Polnischen Jugendwerks (DPJW).