Klimaschutz - ein wichtiges Thema an der Galileo-Schule Bexbach

Eine Satellitenschüssel vor der Schule wies darauf hin, dass an diesem Tag mit großzügiger Unterstützung des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz etwas Besonderes geschah. Michael Geisler, Umweltpädagoge von Geoscopia, hätte eigentlich Live-Bilder von der Erde auf die Leinwand beamen wollen, doch die Technik spielte an diesem Morgen nicht ganz mit. Erwartungsvoll und hoch konzentriert schauten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5b zur Leinwand, und sie wurden nicht enttäuscht: Geisler zeigt statt der Livebilder beeindruckende Archiv-Aufnahmen. Der Klimawandel, unter anderem verursacht durch die stetig steigende Müll-Produktion, bewirkt etwas mit der Erde. Das lässt sich aus dem Weltall nachvollziehen – und die Veränderung ist keine zum Guten.

Aufnahmen von Mutter Erde, die ein Satellit aus 36 000 Kilometern Entfernung ins Klassenzimmer überträgt, sind der Dreh- und Angelpunkt des Geoscopia-Konzepts, erläuterte der Referent. „Wir vermitteln Umwelt-Wissen über Technik, mit der die Schüler jeden Tag umgehen“, so Geisler weiter. „Müllvermeidung“ war das Thema im NU-Unterricht (NU= Natur und Umwelt). Fachlehrerin Dr Márta Kovács hatte in den Stunden zuvor bereits intensiv an dem Thema gearbeitet. Wer produziert welchen Müll? Wohin kommt unser Müll? Und nicht zuletzt: Wie lässt sich Müll vermeiden?

„Auch in großen Höhen ist die Welt schon vermüllt“, wies der Referent des Tages auf die unzähligen ausrangierten Satelliten hin, die unsere Erde umkreisen. Das Schmelzen von Gletschereis war auf den spektakulären Aufnahmen ebenso zu erkennen wie die Verschmutzung der Atmosphäre: Alles irgendwie Folgen unseres zu sorglosen Umganges mit „Mutter Erde“ und deren Ressourcen.

„Es geht eben darum, mit einem Lächeln und ohne Fatalismus den Jugendlichen aufzuzeigen, was sie selbst ganz konkret für den Klimaschutz tun können“, erläuterte der Klimapädagoge und erarbeitete mit den Schülern ganz konkrete Beispiele. Das begann bei dem Rat, Fleisch bei Metzgern oder Bauern zu kaufen und endete längst nicht bei dem Appell, das Auto auch mal stehen zu lassen oder Verpackung im Supermarkt zu lassen.

Auf die Frage, was von der rund 90-minütigen Projektarbeit denn nun bei den Schülern in Erinnerung bleiben wird, gab es durchweg nur positive Antworten: „Wir haben gelernt, dass wir selbst auch als Kinder etwas bewirken können“; „Wir haben heute ganz deutlich gesehen, welche schlimmen Konsequenzen es hat, wenn wir unseren Müll überall hinwerfen“; „sehr gute Tipps, wie wir unnötigen Müll beim Einkaufen vermeiden können“, waren als Erkenntnisse von den Schülern zu hören.

Die Schulleiterin Gaby Schwartz begrüßt die Informationsveranstaltung, die sich ausgezeichnet ins  Schulprofil der Galileo-Schule einfügt. Seit vielen ist Bildung für nachhaltige Entwicklung eine wichtige Säule im pädagogischen Programm der Bexbacher Gemeinschaftsschule. „Es ist wichtig, dass Kinder und Jugendliche früh sensibilisiert werden, Verantwortung für die EINE WELT zu übernehmen und auch selbst aktiv zu werden“, erläutert Frau Schwartz.

Natürlich wird dieser Tag auch im weiteren Unterricht auf- und nachbereitet werden, wies Fachlehrerin Kovács auf das weitere Vorgehen hin. So sei unter anderem eine Müll-Sammel-Aktion geplant, um zu verdeutlichen, welche Menge alleine in und um ein Schulgebäude täglich anfällt. Fazit: Eine echte Alternative bzw. Ergänzung zum „Friday for future“ – Protest auf der Straße.

 

11.04.2019 23:49 Alter: 9 Tage