„Kaffeeblech“ Sieger beim Wettbewerb "Förderturm der Ideen"

Siegerehrung des Schülerwettbewerbs „Förderturm der Ideen“ in Ensdorf (Von links: Bärbel Bergerhoff-Wodopia, RAG-Stiftung Ulrich Commerçon, Bildungsminister des Saarlandes, Luisa Peehs, Meike Hoffmann, Nils Barbarics, Gaby Schwartz, Schulleiterin (Foto: Galileo-Schule Bexbach))


Beim Wettbewerb „Förderturm der Ideen“ der RAG-Stiftung haben drei Schüler und Schülerinnen der Galileo-Schule Bexbach mit ihrem Projekt „Kaffeeblech“ den ersten Preis gewonnen. Neben einer Erlebnisfahrt in einen Freizeitpark  ihrer Wahl dürfen sie sich über einen Betrag von 50.000 €uro freuen, mit dem ihre Ideen umgesetzt werden können.

Beim Schülerwettbewerb „Förderturm der Ideen“, ein Projekt unter dem Dach von „Glückauf Zukunft!“ waren sämtliche Schulen der Sekundarstufe I und II sowie alle Berufsschulen und Berufskollegs im Ruhrgebiet, Saarland und in Ibbenbüren aufgerufen, Ideen einzureichen, wie ihr Umfeld, ihr Stadtviertel, ihr Dorf attraktiver und gutes Zusammenleben gestaltet werden kann. Für die Umsetzung der besten Ideen stellt die RAG-Stiftung insgesamt bis zu 550.000 Euro zur Verfügung. Insgesamt hatten sich rund 600 Schülerinnen und Schüler mit rund 100 Einreichungen am Gesamtwettbewerb im Ruhrgebiet, im Saarland und in Ibbenbüren beteiligt.

Bei der Preisverleihung an die saarländischen Gewinnerteams in Ensdorf letzten Mittwoch betonten Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Mitglied des Vorstands der RAG-Stiftung, und Bildungsminister des Saarlandes, Ulrich Commerçon, das große Engagement der Schülerinnen und Schüler für ihre Heimat.

Gewonnen haben das Team „EisVogelpfad“ aus der 8. Klasse des Warndt-Gymnasiums in Völklingen mit der Idee, Informationstafeln und Sitzgelegenheiten zur Aufwertung des Landschaftsschutzgebiets Rosselaue aufzustellen und das Team „Kaffeeblech“ aus der 9. und 10. Klasse der Galileo-Schule Bexbach, das mit Erlebniswanderungen und einer Stadtrallye Kindern und Jugendlichen die Bergbaukultur näher bringen will.

Neben den zwei Siegerideen vergaben die Juroren auch eine besondere Anerkennung. Das Team „Wall Painting“ aus der 11. Klasse des Gymnasiums am Krebsberg in Neunkirchen/Saar entwickelte die Idee, mit Wandbildern an Häuserfassaden die Stadt Neunkirchen zu verschönern.

Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Mitglied des Vorstands der RAG-Stiftung und Vorsitzende der Jury, lobte das Engagement der jungen Teilnehmer: „Die Teams haben gezeigt, wie wichtig ihnen eine lebenswerte Heimat ist. Sie haben viel Zeit und Fleiß investiert und waren sehr kreativ. Herausgekommen sind großartige Ideen. Entsprechend schwer war es für die Jury, eine Auswahl zu treffen. Mein Dank und meine Anerkennung geht an alle jungen Leute, die engagiert mitgemacht haben. Den Siegern gratuliere ich herzlich zu ihrem Erfolg!“

Schirmherr Minister Ulrich Commerçon hob nochmals hervor: „Der besondere Ansatz des Wettbewerbs, dass die besten Projektideen tatsächlich umgesetzt werden, hat die jungen Menschen besonders motiviert. Sie nehmen damit Einfluss auf die Umgebung vor Ort – ob mit der Aufwertung des Landschaftsschutzgebietes Rosselaue oder mit den Erlebniswanderungen durch die Bergbaukultur in Bexbach. Ich freue mich sehr auf die Umsetzung der beiden Siegerideen und bin sehr gespannt auf die Ergebnisse.“

 

Das Projekt „Kaffeeblech“der Galileo-Schule Bexbach

Die Schüler, die sich schon vorher im Projekt „Schüler führen Schüler“ zu Museumsführern im Bergmannsmuseum haben ausbilden lassen, befürchten, dass der Steinkohlenbergbau, der ihre Lebensweise im Saarland stark geprägt hat, in Vergessenheit geraten könnte, wenn die Erinnerungen daran nicht wach und lebendig gehalten werden. Mit ihrer Projektidee wollen sie das kulturelle Erbe des Bergbaus nachhaltig bewahren und zeitgemäß vermitteln: „Erfahren und erleben, wie bergmännische Vorfahren gelebt und gearbeitet haben und so aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen“.

Das Schülerteam möchte einen Rundwanderweg (Erlebnispfad) schaffen, der mit einer Stadtrallye verbunden ist. Mitmachaktionen in bergmännischer Tradition bei der Rallye sollen das frühere Lebensgefühl vermitteln. Schilder sollen auf den Weg aufmerksam machen und darüber aufklären. Die Entdeckertour führt ihre Besucher an historische Orte des Stadtgebietes und vermittelt auf interaktive Art und Weise die alte bergmännische Lebensweise, z. B. in Form eines Bergmannsfrühstücks. Für Kinder soll es einen Spielplatz mit Bergbau-Erlebnisspielgeräten geben, der beispielsweise durch einen Kletter„förder“turm besonders wird.

 

 

Das Projekt, das durch den Siegerpreis von 50.000 €uro tatsächlich umgesetzt werden kann, schafft neue attraktive Lern-, Freizeit- und Begegnungsmöglichkeiten für Menschen jeder Altersgruppe und führt so unterschiedliche Generationen zusammen.

 

 

 

 

13.05.2017 11:58 Alter: 158 Tage